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Nordwestradio Journal 13.12.2012

Veröffentlicht 15. Dezember 2012 von Circus Roncalli in Circus Roncalli, Clown, David Larible, Europa

Nordwestradio Journal

Traumberuf Clown

David Larible reiste jahrelang mit dem Circus Roncalli durch Europa

Der Italiener David Larible ist einer der besten Clowns der Welt, ausgezeichnet mit zahlreichen Zirkuspreisen. Sieben Jahre lang war er mit dem Zirkus Roncalli unterwegs, für ihn als Artist eine der schönsten Manegen überhaupt. Am Sonntag, 9. Dezember 2012, trat er dort zum letzten Mal auf. Zukunftspläne hat er reichlich – bis 2016 ist er ausgebucht.

 

David Larible

David Larible

Quelle: Circus Roncalli GmbH, Theo O.Krath

Vor knapp zehn Jahren entschied nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury beim Internationalen Circusfestival in Monte Carlo, dass er einer der Besten ist und zeichnete ihn mit dem "Goldenen Clown" aus – mit dem Zirkus-Pendant zum Film-Oskar. Es gab zum ersten Mal in der Geschichte des Preises fünfminütige Standing Ovations für den Künstler.

Das ließ ihn nicht kalt, denn auch seine Eltern saßen im Publikum. Überhaupt - das Publikum. Mit dem hat Larible eine richtige kleine Liebesbeziehung. Es sei wie eine schöne Frau, sagt er.

Mitspieler aus dem Publikum

Weißes Hemd mit roter Weste, darüber ein beiger Mantel und eine weite schwarze Hose und die viel zu großen Schuhe. Am Arm ein Schirm. An der Hand ein Koffer. Und ganz wichtig: Nur ganz wenig Schminke! Larible trägt nur eine rote Nase und die großen blauen Augen sind etwas geschminkt, doch der Mann mit den dunklen Locken und tiefen Lachfalten, die sich über das ganze Gesicht ziehen, nimmt mit seiner Ausstrahlung alle gefangen.

Larible liebt es, Menschen in die Manege zu holen, zum Beispiel bei dem Versuch, einen imaginativen Ball in eine Brottüte zu werfen. Dazu holt der Clown sich Hilfe aus dem Publikum. Die Menschen sind zwar Anfangs etwas schüchtern, tauen aber schnell auf und verwandeln sich in kleine Kinder in der Manege und spielen mit. Seine Vorstellung von Clownerie: Ein respektvoller Umgang miteinander und "wir werden Spaß zusammen haben."

Und Larible möchte den Menschen zeigen, wie wichtig es ist, über sich selber zu lachen. Denn Menschen, die über sich selber lachen können, wirken sympathischer, sagt er.

Die Artisten-Dynastie Larible

Gelernt hat der 54jährige sein Handwerk in der eigenen Familie. Die letzten sechs Generationen der Laribles waren Artisten, Tänzer und Clowns. Sein Vater, ein ehemaliger Trapezkünstler, sagte seinem kleinen Sohn damals: "Du wirst nicht einfach ein Clown, sondern Du wirst der Beste!", erzählt Larible.

Musizieren, Singen, Tanzen, Ballett - Larible hat all das gelernt. Denn je besser man seinen Körper beherrscht, desto besser kann man als tollpatschiger Clown daher kommen, sagt er. Und er hat es beim Zirkus Roncalli in den vergangenen sieben Jahren mehr als bravourös gezeigt. Am 9. Dezember 2012 endete seine Zeit dort. Der Clown möchte gehen, wenn es am besten ist. Pläne für die Zukunft gibt es mehr als genug.

Zukunftspläne

Roncalli reist

Roncalli reist

Roncalli reist weiter - ohne David Larible.

Erstmal reist David Larible mit einem Soloprogramm durch die ganze Welt. Danach ein kleines Engagement am Zirkus Knie in der Schweiz und weitere kleine und große Engagements. Bis 2016 ist der Clown schon ausgebucht.

Und für die Zeit, wenn er nicht mehr in der Manege stehen möchte, hat er auch schon einen Wunsch: Eine kleine Clownsschule – am liebsten in Verona. David Larible wirkt glücklich, wenn er von der Zukunft spricht. Kein Wunder, er lebt seinen Traum, jeden Tag.